Die Sandhäuser Düne  

Bioposter

Unsere Naturschutzaktivitäten anhand pädagogischer Medien
oder Vom Geoposter zum Bioposter

Der Sandhäuser Dünenputz wird seit 1978 mit Schülern und Lehrern des Fr.-Ebert-Gymnasiums durchgeführt. Gegenwärtig arbeiten wir hauptsächlich im Gewann Pferdstrieb Süd, das schon vor mehreren Jahrzehnten zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

Bis etwa 2005 haben wir uns dort fast ausschließlich mit Pflegemaßnahmen beschäftigt. Dabei wurden rigoros diejenigen Gewächse entfernt, die schädlich für die Pflanzen der Roten Liste sind.

Meist handelt es sich dabei um sog. Neophyten, die aus anderen Kontinenten bzw. Klimazonen eingewandert sind und sich seit einiger Zeit bei uns zunehmend ausbreiten.

Speziell aus Nordamerika waren es bisher die Robinie, die Nachtkerze, das kanadische Berufkraut und viele andere. Gegenwärtig ist es vor allem die amerikanische Kermesbeere, die sich vom Atlantik her sehr schnell ausbreitet (dargestellt auf Poster Nr 3).

Seit 10 – 12 Jahren vermitteln wir unseren Schülern und interessierten Laien auch sachbezogene und allgemeinverständliche Lerninhalte. Ein wichtiges Medium dafür ist das sog. Bioposter (s. Abb. 1-5, jeweils im Format 50 x 100 cm). Ebenso wie das Geoposter (das geografische, geologische und bodenkundliche Sachverhalte vermittelt), wurde das Bioposter für botanische und zoologische Belange auf den Sandhäuser Dünen am FEG entwickelt. Beide Postertypen können aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit gleichermaßen im Unterrichtsraum als auch im Freien (z. B. bei Exkursionen) eingesetzt werden. Der Unterschied zwischen den beiden Postertypen besteht eigentlich nur darin, dass beim Bioposter auf detailgetreue und scharfe Fotos zurückgegriffen wird, während beim Geoposter eher einfache, aber didaktisch reduzierte Skizzen als Grundlage dienen.

Mittels moderner technischer Methoden und neu entwickelter Materialien, wie sie bei der Fa. Katzer Printvision in Sandhausen eingesetzt werden, entstehen in kürzester Zeit nicht nur schöne, sondern auch pflegeleichte und wetterfeste Unterrichtsmedien.

Bei den insgesamt 56 Abbildungen haben einige Sandhäuser Hobby-Fotografen und Naturschutzaktivisten maßgeblich und ehrenamtlich mitgewirkt: Dr. P. Weiser und Prof. W. Winterhoff haben die Fotos auf den Postern Nr 1 + 2 (sog. Rote Liste) der Tiere und Pflanzen sowie das Poster Nr 3 (sog. Schwarze Liste) beigesteuert, Herr B. Steiner, ein häufiger und ausdauernder Begeher der Sandhäuser Naturschutzgebiete, hat die auf der Düne oft anzutreffenden Vögel fotografiert (Poster Nr 4 + 5).

Hier geht es zu den Postern

Dr. Manfred Löscher


Schüler des FEG gestalten Kinderferienprogramm in mediterraner Umgebung

Dem leisen Zirpen der Grillen lauschen, würzigen Geruch von wilden Kräutern einatmen, im Schatten von uralten Kiefern im Sand graben: Die Ferienaktion des FEG führte die Kinder dieses Jahr in fast mediterrane Gefilde. Alles war da, was zu einem unvergesslichen Naturerlebnis am Mittelmeer gehört, vor allem auch die heißen Temperaturen und die trockene Luft. Doch selbst ein noch so idyllisches Fleckchen Natur braucht Pflege, damit es nicht von Robinien und Brombeeren überwuchert wird. Deshalb fanden sich im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Sandhausen an zwei Freitagen eine eifrige Kinderschar und etliche ältere Schüler des FEG auf der Düne Pferdstrieb Süd ein, um unter der Leitung von Herrn Dr. Löscher das Biotop zu pflegen. Zuerst hackten die Kinder dünenfremde Pflanzen mit Wurzeln heraus. Das machte im Wettbewerb in den Gruppen besonders Spaß: Wer findet die längste Unkrautwurzel? Frau Löscher brachte zur Pause leckere Brote und kühle Getränke, bei fast 40 Grad im Schatten eine Wohltat. In der Pause konnten sich die Kinder auch anhand von Plakaten über die seltenen Pflanzen und Tiere der Düne informieren. Danach sammelten sie Müll ein; das ist gerade in einem solchen trockenen Sommer überlebensnotwendig für den Kiefernwald, da eine Glasscherbe oder Blechdose durch Bündelung der Sonnenstrahlen schnell einen Brand verursachen könnte. Zufrieden kehrten die Kinder nach einem heißen Vormittag nach Hause zurück, im Bewusstsein, ihren Teil für den Naturschutz unserer schöne Dünenlandschaft getan zu haben - und mit reichlich Sand in den Schuhe als Souvenir.


Die Düne gewinnt Naturschutzprojekt

Die Düne hat den Naturschutzwettbewerb der Firma DM und damit 1000,- Euro gewonnen! Dies ist ein riesiger Erfolg, da die Finanzierung der Dünenaktivitäten schon immer auf wakligen Beinen stand. Herr Löscher und das Dünenteam zeigten sich begeistert, denn nun können neue Materialien, wie z.B. ein neuer Fahrradanhänger gekauft und zusätzliche Helfer, sogenannte Multiplikatoren bezahlt werden. In der Woche nach den Faschingsferien nehmen wir den Scheck im DM-Markt Leimen in Empfang.

D. Abeßer