Antigone 2017  

Die Theater-AG des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Sandhausen spielt "Antigone" von Sophokles

Dieses Jahr führt die Theater-AG des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Sandhausen „Antigone“ von Sophokles auf. Antigone hat wider das Gebot König Kreons, ihres Onkels, ihren aufrührerischen Bruder Polyneikes bestattet und soll dafür mit dem Tode bestraft werden. Ein Ringen um Recht und Gerechtigkeit, Macht und Menschlichkeit beginnt ...

Die Aufführungen sind am Montag, den 15.05., Mittwoch, den 17.05., und Freitag, den 19.05.2017, jeweils um 19:30 in der Aula des Gymnasiums.

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Antigone - Handlung

Dem Kampf um die Herrschaft in Theben erliegen die beiden verfeindeten Brüder Eteokles und Polyneikes. Kreon, der Onkel der beiden sowie der Schwestern Antigone und Ismene, verbietet als neuer Herrscher über die Stadt die Bestattung des Polyneikes innerhalb der Stadtmauern, da dieser sich gegen die eigene Stadt erhoben hatte.

Im Gegensatz zu ihrer Schwester Ismene vermag sich Antigone nicht mit dem Verbot Kreons abzufinden: Sie widersetzt sich der Anordnung Kreons, indem sie die Bestattung nach Sitten der Väter symbolisch vollzieht. Damit stellt sie das ethisch-religiöse Gesetz, das sie im Gebot der unteren Götter des Hades sieht, über das rein machtpolitische.

Die Seele als leidensfähiges Ebenbild des Verstorbenen sehnt sich nach dem Leben zurück, kann aber nur durch das Begräbnisritual in das Reich der Toten, den Hades, gelangen und dort Ruhe und Frieden finden. Es gilt als höchste Pflicht der Angehörigen, dem Toten diese letzte Ehre zu erweisen, diese Pflicht zu vernachlässigen, bedeutet Sünde und Frevel.

Während Antigones Handeln dem Willen der Götter und dem althergebrachten Brauch entspricht, kommt Kreon zu spät zur Einsicht, dass seine Haltung nicht mit den göttlichen Geboten im Einklang steht.

Antigone tritt ganz auf sich gestellt aus tiefem religiösen Empfinden heraus für eine Wahrheit - die "ungeschriebenen wandellosen Gottesgebote, die nicht von gestern sind, sondern immer leben" - ein. Sie rettet das Unantastbare.

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Ödipus - die Vorgeschichte

Ödipus, eine Gestalt aus der griechischen Mythologie, war der Sohn von Laios, dem König von Theben und dessen Frau Iocaste. Das Orakel von Delphi weissagte seinem Vater, das Kind würde ihn, den König, töten und dann die Mutter heiraten. Aus diesem Grund wurde Ödipus nach seiner Geburt ausgesetzt.

Der Ausgesetzte verbrachte seine Kindheit und Jugend in Korinth bei seinen Adoptiveltern, König Polybos und dessen Frau Merope.

Als Ödipus einen Rat bei dem Orakel von Delphi suchte, wurde ihm dasselbe verkündet wie seinem leiblichen Vater zuvor.

"Du wirst", sprach das Orakel, "deinen eigenen Vater ermorden, deine Mutter heiraten und Nachkommen haben, die den Makel der Verachtung tragen."

Auf dem Rückweg von Delphi geriet Ödipus in einen Konflikt mit einem alten Mann, den er schließlich erschlug. Noch ahnte Ödipus nicht, dass es sein leiblicher Vater war, den er getötet hatte.

In Theben angelangt befreite er die Stadt von Krankheit, indem er das Rätsel der Sphinx löste. Die Stadt Theben erwies ihm ihre Dankbarkeit und gab ihm die verwittwete Königin Iokaste zur Frau. Ödipus heiratete sie, ohne zu wissen, dass sie seine Mutter war. Die beiden wurden Eltern von vier Kindern: Antigone, Ismene, Polyneikes und Eteokles. Nachdem er zusammen mit seiner Frau und Mutter eine Zeit lang regiert hatte, wurde die Stadt von einer Pest heimgesucht. Der Seher Teiresias offenbarte, dass dieses die Strafe für das von Ödipus begangene Verbrechen war.

Ödipus blendete sich selbst und Iokaste nahm sich das Leben.

 

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