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25. Juli 2018

„Fisch on Tour“ im Leimbachpark in Wiesloch

Für ihren Wandertag konnte die 6e des Friedrich-Ebert-Gymnasiums Sandhausen im buchstäblichen Sinne einen ganz dicken Fisch an Land ziehen. Es war ihr gelungen, das Projekt „Fisch on Tour“, angeboten vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg, für diesen Tag zu gewinnen.

Dank der umfangreichen Unterstützung durch den sfv-Kraichgau wurde mit der Neuen Parkanlage am Leimbach ein idealer Standort für das vielseitige Projekt gefunden. Für die Klasse hieß das, dass nach einer kleinen Fahrradtour zwei Experten, die Biologin Anna Dewert vom Fischmobil und Herr Grieb vom sfv-Kraichgau, auf sie warteten. Das Programm startete mit einem Quiz, bei dem die Schüler Bewohner der heimischen Gewässer erkennen, beschreiben und zuordnen mussten. Manche der Tiere gab es auch als Präparate, die angefasst werden durften.
Dann wurde es praktisch: Mit Keschern und Wasserschalen schwärmten die Kinder in den Leimbach aus und sammelten an verschiedenen Stellen allerlei Getier im Bachbett. Kein Stiefel blieb von innen trocken, aber die Begeisterung wurde bei jedem Fund größer. Ein Bachprotokoll wurde erstellt. Gleichzeitig nutzten die Kinder die Gelegenheit, den Müll im Park und Bachbett zu entsorgen.
Im Anschluss konnten die Funde im Schatten der großen Bäume mit Mikroskopen untersucht und mit Hilfsmaterialien identifiziert werden. Bachflusskrebse, Pechlibellen, ein dreiäugiger Strudelwurm, Libellenlarven, Eintagsfliegenlarven sowie Stichlinge wurden mit Hilfe von Infomappen bestimmt. Abschließend wurden die Tiere gezeichnet und das Ergebnis in einem Forschertagebuch festgehalten und präsentiert.
Betroffenheit herrschte unter den Kindern, als sie über ihren Signalkrebs erfuhren, dass diese Art die heimischen Flusskrebse völlig verdrängt und die Flusskrebspest auch in den Leimbach eingeschleppt hat.
Für die meisten Kinder war dies die bislang erste intensive Begegnung mit den Tieren der heimischen Gewässer. Ein kleiner Höhepunkt war, als es den Anglern vom sfv-Kraichgau gelang, einen riesigen Döbel zu fangen, der, nachdem alle ihn bestaunt sowie behutsam berührt hatten, wieder wie alle anderen Lebewesen fachgerecht ausgesetzt wurde.
Fazit: ein tolles Projekt, das Kinder für ihre unmittelbare Flora und Fauna sensibilisiert, eine schöne Ergänzung zu anderen Naturschutzprojekten. Hoffentlich findet sich in Zukunft ein Weg, diese nachhaltige Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Der sfv-Kraichgau kommt gern wieder und leistet seinen Beitrag.