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12. Dezember 2018

Urlaubswoche in Italien? – Besuch in Sulmona 2018

Wie schon seit einigen Jahren hatten auch in diesem Jahr die Italienisch lernenden Zehntklässler die Chance, an einem Schüleraustausch mit Sulmona teilzunehmen, um zum einen die Sprachkenntnisse zu vertiefen und zum anderen eine neue Seite des Urlaubslandes kennen zu lernen. Auch ein paar Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe waren diesmal dabei.

Am Mittwoch den 10. Oktober traten nun 16 Schülerinnen und 3 Schüler, gemeinsam mit Frau Hatami und Frau Bergerfurth, die Reise nach Italien an. Um ca. 8:30 verabschiedeten wir uns in Sandhausen von unseren Eltern, welche nun die die Verantwortung für ihre Kinder einer völlig fremden Familie überlassen mussten.

Die zweistündige Busfahrt nach Frankfurt Hahn und der darauffolgende Check-In verliefen reibungslos, sodass wir pünktlich um 12:40 unseren ebenso knapp zweistündigen Flug antreten konnten.

Um 14:30 folgte auf den angenehmen Flug ein etwas unsanfter erster Kontakt mit dem italienischen Boden, welchen wir aber alle gut wegstecken konnten. Nach einer weiteren Busfahrt vom Flughafen in Pescara zur Schule unserer Austauschpartner wurden wir herzlich von den Familien empfangen und hiermit sollte das Leben in einer neuen, unbekannten Familie beginnen. Nach der Anreise blieben wir den restlichen Abend in den Gastfamilien und fielen dann todmüde in unsere Betten.

Den nächsten Tag verbrachten wir zunächst in der Schule, wo wir ein paar Spiele spielten, um die restliche Gruppe besser kennen zu lernen. Später teilten unsere Austauschschüler uns in drei Teams ein, in denen wir den kleinen, aber wunderschönen Ort Sulmona in Form einer Schnitzeljagd, quer durch das Zentrum der Stadt, erkundeten.

Den freien Nachmittag nutzten die meisten von uns, um sich traditionell italienisch im "centro di Sulmona" mit Freunden zu treffen.

Der Freitagmorgen diente dazu, die italienische Schule und Unterrichtsweise zu entdecken. Unsere Austauschpartner besuchten den Vormittag über ihre Schulstunden, während wir erst einmal eine separate Unterrichtseinheit auf Italienisch bekamen.

In den folgenden zwei Stunden hatten wir in kleinen Gruppen die Möglichkeit richtigen Unterricht zu besuchen und stellten den Tag über einige Unterschiede zwischen dem Schulalltag in Italien und unseren Gewohnheiten fest.

Am Nachmittag trafen wir uns alle in der Sporthalle der Schule und spielten in gemischten Teams Volleyball, was uns alle ein wenig mehr zusammenschweißte. An diesem Abend unternahm der Großteil von uns nicht mehr allzu viel, da wir für den nächsten Tag ein straffes Programm vor uns hatten.

Um 7 Uhr 30 hieß es an diesem Samstag für uns: Aufbruch nach Rom. Während der fast dreistündigen Busfahrt hörten wir Musik oder holten den mangelnden Schlaf nach.

In Rom angekommen, wurden wir in italienisch- und deutschsprachig eingeteilt und besichtigten dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Kolosseum, den Pantheon und den Trevibrunnen, während wir über Kopfhörer die wissenswertesten Informationen mitgeteilt bekamen.

Unser persönliches Highlight des Tages waren die zwei Stunden Freizeit, die wir zur Verfügung hatten, um die Stadt auf eigene Faust anzuschauen oder shoppen zu gehen.

Die Rückreise verbrachte nahezu der ganze Bus damit, eine Runde zu schlafen, da wir uns an diesem Abend noch in Sulmona trafen und alle zusammen ausgingen, um ein wenig zu feiern und den unbeschreiblichen Tag ausklingen zu lassen. Ganz Rom an einem Tag? Fast unmöglich und ziemlich anstrengend, aber im Nachhinein betrachtet hat es sich wirklich gelohnt.

Sonntags schliefen wir uns erst mal ordentlich aus und genossen den freien Tag in den Familien. Viele besuchten einen ruhigen See in Scanno, einem Ort, der inmitten des Gebirges liegt. Der entspannende Tag tat uns ziemlich gut, weil wir es wirklich dringend nötig hatten, neue Energie zu sammeln.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Zug nach Pescara, besuchten dort ein Museum, welches früher das Haus des berühmten Schriftstellers Gabriele D'Annunzio war. Danach schauten wir uns ein wenig den Ort an, konnten dann aber selbst entscheiden, was wir tun wollen.

Die Freizeit wurde von den meisten genutzt, um essen und shoppen zu gehen, wofür Pescara wirklich optimal geeignet ist. Der Tag diente dazu, mal wieder Zeit mit seinen Freunden zu verbringen und das zu tun, wonach einem selbst ist, sodass wir alle trotz des Regenwetters einen weiteren tollen Tag hatten. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück nach Hause und ließen den Tag unterschiedlich zu Ende gehen.

Erst am Dienstag wurde uns bewusst, dass es am Folgetag schon wieder Rückflug nach Deutschland hieß. An diesem Tag stand noch ein letztes Mal der Schulbesuch auf dem Programm. Den Nachmittag nutzten wir, um unsere Koffer zu packen und uns dann für das anstehende Abendessen fertig zu machen.

Um 19 Uhr 30 trafen sich alle Familien in einem Lokal in Popoli. Dort aßen wir gemeinsam ein Menü von ca. 8 Gängen, machten Bilder und hatten wieder riesigen Spaß in unserer Clique, zu der wir in dieser Woche wurden.

Tags darauf mussten wir auch schon mit den Koffern zur Schule, nachdem wir uns von den Familien verabschiedet hatten. Gemeinsam mit den Austauschpartnern ließen wir die perfekte Woche noch einmal Revue passieren, sangen ein letztes Mal die Lieder, die uns die Woche über begleiteten, und verbanden und lachten ein letztes Mal über die Insiderwitze, die uns als Clique definieren.

Der folgende Abschied fiel den meisten von uns gar nicht so leicht, denn sieben Tage haben gereicht, um sich in der Familie wohl zu fühlen, sowie sich mit allen anzufreunden.

Nach einer Menge Umarmungen und den ein oder anderen Tränen stiegen wir in den Bus und hakten den letzten Programmpunkt ab: den Wochenmarkt Sulmonas. Die knappe Zeit, die wir dort hatten, verbrachten die einen zum Essen kaufen, die anderen zum Shoppen oder zum Einkaufen der Mitbringsel für die Familie.

Um 13 Uhr traten wir dann die Busfahrt zum Flughafen in Pescara an und flogen, auch hier problemlos, zurück nach Deutschland. Eine weitere Busfahrt und schon wurden wir in Sandhausen wieder fröhlich von unseren Eltern in die Arme geschlossen und fuhren dann nach Hause in unsere gewohnte Umgebung.

Rückblickend war es eine Woche wie aus dem Bilderbuch: Aus Fremden wurden Freunde und aus Erlebnissen werden unvergessliche Erinnerungen. Wir lernten eine neue Kultur kennen, schlossen neue Freundschaften, wurden ein Stück erwachsener und hatten eine Menge Spaß, während wir auf eine ganz neue Seite Italiens trafen, denn mit dem Urlaubsland, als welches wir Italien kennen, war diese Woche nicht zu vergleichen! Wir freuen uns schon gespannt auf die Woche im Mai, in der unsere Austauschschüler bei uns wohnen und Deutschland kennenlernen werden.

Zum Schluss noch einmal ein großes Dankeschön im Namen aller Teilnehmer an Frau Hatami und Frau Bergerfurth, denn ohne unsere Begleitungen wäre das alles nicht möglich gewesen!

Laura Kaltschmidt, 10b