FLL 2010  

First Lego League 2010

Medaillenplatz bei der FLL 2010!

Das Team FEG Robots bestehend aus Lukas Brunner, Johannes Hengstler, Jasmin Leist, Marvin Sickmüller und Marcus Wiemann erreichtebei der First Lego League in Mannheim einen 3. Platz.

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Der Weg zum Erfolg

Prototyp des Roboters

Juli 2010: 

Noch im alten Schuljahr formiert sich das Team für die First Lego League im November, lange bevor überhaupt die Wettbewerbsaufgaben veröffentlicht werden.

Voraussetzung: Alle Teilnehmer haben schon ein Jahr an der Robotik-AG teilgenommen. Und natürlich müssen sie bereit sein, in den nächsten vier Monaten vollen Einsatz für das Team zu zeigen. Alle bereit? Gut - die Arbeit beginnt mit dem Bau eines stabilen, wendigen und exakt steuerbaren Roboters. Außerdem werden erste Zuständigkeiten für die anstehende Forschungspräsentation verteilt, auch wenn das exakte Wettbewerbsthema erst im September bekannt gegeben wird. Da das Grobthema "Body forward - Medizintechnik" schon feststeht, werden Biologen und/oder Mediziner gesucht, die das Team bei der Recherche unterstützen können.

Das Team kann dank der Spende der Sparkasse Heidelberg die hohen Teilnahmegebühren aufbringen.


August 2010:

In den Sommerferien werden die Arbeiten an der Forschungspräsentation fortgesetzt. Verschiedene Themen wie Kriminaltechnologie oder Krebsforschung werden erwägt. Es wird der Kontakt zu Herrn Wiemann vom DKFZ aufgebaut, der bereit ist, das Team zu unterstützen. Marcus informiert sich intensiv und wird zum Teamexperte für die Forschungspräsentation.


Feintuning des Roboters

September 2010:

Ende der Sommerferien werden die Aufgaben der First Lego League 2010 veröffentlicht. Die Aufgaben für den Roboter entstammen dem Bereich Medizintechnik: Er muss gebrochene Knochen mit einer Knochenbrücke reparieren, eine Handprothese auslösen, das Medikament in einer Spritze zu den Patienten bringen usw.

Noch vor Schuljahresbeginn beginnt das Team der FEG Robots damit, die Materialien aufzubauen, die als großer Berg von Lego-Teilen angeliefert werden. Am ersten Schultag - für alle anderen ist nachmittags unterrichtsfrei - bespricht das Team die Taktik zum Lösen der Aufgaben. Jeder im Team übernimmt eine Teilaufgabe. Dass ein Roboter "blind" ist (das Display zeigt nichts an), ist für unsere geübten Robotiker kein Problem - sie können ihn auch so bedienen. Tragisch hingegen ist, dass eine Teamkollegin aufgrund eines schweren Unfalls ausfallen muss.

Das Team legt sich auf das Thema Krebsentstehung und -heilung für die Forschungspräsentation fest. Nach der Erarbeitung der Theorie zu Zellteilung, Mutationen und der Krebsentstehung sammeln die fünf Forscher Ideen zur Krebsheilung: Ein Nanoroboter könnte doch Krebszellen aufspüren und gezielt zerstören.


Umbau des Roboters

Oktober 2010:

Die Arbeit am Roboter läuft auf Hochtouren. In verlängerten AG-Sitzungen und zusätzlichen Samstagsterminen arbeitet das Team an der Programmierung des Roboters. Die Spritze kann eingeholt werden, die Handprothese wird schon häufig ausgelöst, doch andere Aufgaben klappen nicht so wie sie sollen. Es ist noch einiges zu tun, vor allem, damit die Aufgaben auch wirklich zuverlässig gelöst werden. 

Überglücklich ist die AG über den neuen Spielfeldtisch, der freundlicherweise vom St. Ilgener Schreiner, Herr Pfahler, nach den Maßen der First Lego League-Vorgaben für die AG angefertigt wurde.


DNA-Isolierung aus Tomate und Zwiebel

Anfang November 2010:

Herbstferien? Beste Zeit zur intensiven Vorbereitung auf die First Lego League.

Das Team trifft sich in der Schule, um für die Forschungspräsentation DNA aus Zwiebel und Tomate zu isolieren. Gleichzeitig werden die Informationen zu Krebsentstehung und zu Nanorobotern zusammengetragen, um sie zu einem gemeinsamen Vortrag zu kombinieren. Alles auf eine 5-minütige Präsentation einzudampfen ist eine große Herausforderung. Unser Programmierexperte Johannes überlegt sich eine Animation, die die Zellteilung und Krebsentstehung bildlich und dadurch in der kurzen Zeit leicht verständlich, vorführt. Der Rest der AG staunt über die Programmierleistung nicht schlecht. 

Doch auch der Roboter steht nicht still. Wenn endlich keine anderen Termine drängen, ist besonders viel Muße zum Lösen der Aufgabe da. Jede Menge Zusatztermine neben der normalen AG-Zeit werden vereinbart.


Besuch am DKFZ in Heidelberg

Sehr interessiert und ausgestattet mit einem Kameramann kann das Team für den Abschluss der Forschungspräsentation eine Exkursion an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) nach Heidelberg unternehmen. Dort werden Sie von Privatdozent Dr. Stefan Wiemann durch die Forschungslabors geführt und sehen, wie auch dort Roboter für mikrobiologische Versuche eingesetzt werden. Außerdem können sie ein Interview mit Herrn Wiemann als Experten durchführen, um ihn zu seiner Meinung zu Nanorobotern in der Krebsheilung zu befragen.

 


Die FEG-Robots blicken zuversichtlich auf den Wettbewerbstag.

Mitte November 2010:

Der Endspurt der Vorbereitung läuft: Die Proben der Forschungspräsentation werden immer perfekter: In einem Rollenspiel werden die Ergebnisse der Recherche in fünf Minuten kurz zusammengefasst. Darin erfährt ein Kranker (Marvin) seine Diagnose: Leukämie. Der Arzt (Marcus) erklärt die Entstehung der Krankheit und verweist zum Spezialisten für Nanotechnologie (Lukas). Dieser erklärt die neueste Heilmethode, den Einsatz von Nanorobotern, der in der Animation es Programmierexperten (Johannes) visualisiert wird. Doch dass all das leider noch Zukunftsmusik ist, wird in einer Filmeinspielung des Interviews von Jasmin mit Herrn Wiemann, Privatdozent am DKFZ, klar. Leukämie ist heute leider noch nicht heilbar. 

Das Team bangt, ob dieses aufwändige Rollenspiel wirklich in 5 Minuten vorgespielt werden kann, wie es die Regeln der First Lego League vorschreiben.

Der Roboter kann inzwischen so viele Aufgaben lösen, dass das Team die Aufgaben auswählen kann, die der Roboter in den vorgegebenen 2 1/2 Minuten lösen soll, so dass maximal viele Punkte erreicht werden können. Und diese 2 1/2 Minuten müssen nun immer wieder geübt werden - starten, Fehler analysieren, Programm verbessern, wieder starten,... Dabei ist nicht nur technisches Geschick, sondern auch jede Menge Ausdauer gefragt.

Doch letztenendes ist das Team sehr zuversichtlich für den Wettbewerbstag: in den schicken neuen T-Shirts werden sich die FEG-Robots bei der First Lego League am 20.11. in Mannheim sicher nicht blamieren. Doch werden sie auch einen Preis holen können?


Siegerfoto der FEG-Robots

Am Wettbewerbstag

lief es dann erfreulich gut. 

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