Bilingualer Zug  

Übersicht: Bilinguales Profil am FEG


Informationen zum Bilingualen Zug (englisch)

Das Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen bietet seit dem Schuljahr 2006/07 einen bilingualen Bildungsgang (Englisch) an. Anhand von fünf Fragen und deren Antworten soll hier ein Überblick über dieses Angebot gegeben werden.

1. Was bedeutet „bilingualer Unterricht“?

Bilingualer Unterricht ist Sachfachunterricht –  Erdkunde, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Biologie – der überwiegend in einer Fremdsprache, an unserer Schule auf Englisch, abgehalten wird. Zur Vorbereitung wird in den Klassenstufen 5 und 6 verstärkt Englisch unterrichtet. Die korrekte Anwendung des Englischen im mündlichen und schriftlichen Bereich des Sachfachs (ab Klassenstufe 7) wird angestrebt, benotet werden aber ausschließlich die Kenntnisse im Sachfach. Im Sachfachunterricht unterscheiden sich die Unterrichtsinhalte nicht von denen des nicht-bilingualen Unterrichts; die Unterrichtssprache ist aber vorwiegend Englisch und die Schwerpunkte, Fragestellungen und Materialien streben die natürliche Verwendung der Fremdsprache an. So wird beispielsweise im Fach Geschichte die Industrielle Revolution vor allem aus der englischen Perspektive behandelt. Die Fachbegriffe werden auf Englisch und Deutsch vermittelt. Bei größeren Verständnisproblemen kann auf Deutsch zurückgegriffen werden. Im bilingualen und im nicht-bilingualen Zug gelten die gleichen Bildungsstandards sowohl in Englisch als auch im jeweiligen Sachfach.

2. Was sind die Ziele bilingualen Unterrichts?

Bilingualer Unterricht im eigentlichen Sinn des Wortes ist weltweit lange bekannt und wird beispielsweise in der Schweiz oder in Kanada, also dort, wo verschiedene Sprachgemeinschaften innerhalb einer Nation kommunizieren wollen und müssen, schon seit langem organisiert. Seit Anfang der 90er Jahre wird auch in Baden-Württemberg immer häufiger bilingual unterrichtet. Die Einrichtung internationaler Züge und der Internationalen Abiturprüfung Baden-Württemberg ist Teil der Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts nach Einführung der Grundschulfremdsprache. In  Koalitionsvereinbarungen in Baden-Württemberg wurde die Förderung des bilingualen Lernens als vorrangiges Ziel der Bildungspolitik genannt. Die Ziele, die sich mit diesem Konzept verbinden, sind vielfältig:

  • erhöhte Fremdsprachenkompetenz durch die Erörterung bedeutsamer Sachverhalte und Problemstellungen aus den Bereichen Erdkunde, Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Naturwissenschaft auf Englisch
  •  Entwicklung von Zweisprachigkeit durch die quasi natürliche Verwendung der Fremdsprache mit Fokus auf den inhaltlichen Aspekten des Sachfachs
  • Einsicht in andere fachliche Traditionen und Sichtweisen der Bezugskultur
  •  eine Herausforderung für motivierte Schüler, die zu meistern ist
  • eine Qualifikation, die im späteren Berufsleben in einem zusammenwach-senden Europa und in einer globalisierten Welt von zunehmender Bedeutung ist


Alle bisherigen Erfahrungen an anderen Schulen national und international bestätigen die Erwartungen, die in dieses Unterrichtsmodell gesetzt werden.

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