Geschichtsschreibung  

Geschichtsschreibung in der Antike

Manuela Meister vom Friedrich-Ebert-Gymnasium gewinnt Ersten Preis beim Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ 2011

Mit einer neunseitigen Hausarbeit zum Thema „Historia munus oratoris – wie soll man Geschichte schreiben?“ hat Manuela Meister aus der Jahrgangsstufe 13 am FEG Sandhausen einen Ersten Preis beim Wettbewerb „Alte Sprachen“ 2011 der Stiftung „Humanismus Heute“ des Landes Baden-Württemberg gewonnen.

Die Landesstiftung „Humanismus Heute“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, „die Pflege und Weitergabe des kulturellen Erbes der Antike zu fördern“. Als Einzelwettbewerb für interessierte Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe wird dieser Wettbewerb alljährlich ausgeschrieben. Angelegt ist er jeweils  auf drei Runden, von denen jede mit der Vergabe von Preisen abgeschlossen wird. Ein Erster Preis eröffnet jeweils den Zugang zur nächsten Runde. Die erste Runde besteht in der Anfertigung einer Hausarbeit zu einem zentral vorgegebenen Thema.

In ihre Wettbewerbsarbeit hat Manuela eine ganze Ferienwoche Arbeitszeit investiert. Vorgelegt waren drei lateinische Textpassagen, in denen der jeweilige Schreiber – Cicero, Quintilian und Plinius der Jüngere – darlegt, was bei der Geschichtsschreibung zu beachten sei und begründet wird, warum dies so sein solle.

Es galt, die Inhalte der jeweiligen Textausschnitte zu erfassen und fundiert miteinander zu vergleichen. Genauere Kenntnis über die Schreibstile der drei Geschichtsschreiber erwarb sich Manuela durch die Zusatzlektüre weiterer Literatur über die Geschichtsschreibung der Römer. Wichtig und reizvoll hierbei war auch die Fragestellung, ob sich die drei Römer selbst an die von ihnen aufgestellten Schreibregeln gehalten haben.

Mit ihrem Thema hat sich Manuela einer Materie zugewandt, die keineswegs im Altertum  verhaftet bleibt, sondern konsequent in die aktuelle Gegenwart verweist und den Blick für diese schärft.

Eine Seminarwoche im Kloster Neresheim winkt den Gewinnern des Ersten Preises bei diesem Wettbewerb. Manuela kann zudem im Mai 2011 bei der zweiten Runde des Wettbewerbs eine Klausur  mit zentraler Aufgabenstellung schreiben. Und dann noch: Ihre Leistung lässt sie sich als GFS (Gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung) im Fach Latein anrechnen. Den Vorschlag dazu erhielt Manuela von ihrer Lateinlehrerin am FEG, Oberstudienrätin E. Schneider. Herzlichen Glückwunsch, Manuela.