Italienisch am FEG  

Italienisch am FEG

Im Schuljahr 1998-1999 ermöglichte der damalige Schulleiter Horst Hofmann Ingrid Hatami – seinerzeit Referendarin am FEG – die Einführung einer Italienisch-AG. Diese wurde von Valeria Zwilling fortgesetzt und war so erfolgreich, dass Herr Hofmann Italienisch als dritte Fremdsprache zum Schuljahr 2002-2003 als reguläres Unterrichtsfach einführen konnte.

Mit mittlerweile fünf Italienischlehrerinnen ist das FEG Sandhausen sehr gut aufgestellt. Außerdem hatten wir bereits mehrfach das Glück, eine Fremdsprachenassistentin bzw. einen Femdsprachenassistenten für unser Fach zu bekommen: 2007/2008 verstärkte Myriam Maggio unser Team, 2011/2012 bereicherte Ornella Barone den Italienischunterricht am FEG.

 


Italienisch wird durchweg 4-stündig unterrichtet, in Klasse 8, dem ersten Lernjahr, kommt eine Förder- und Forderstunde, die den individuellen Bedürfnissen der Schüler gerecht werden soll, hinzu. Bisher war Italienisch von Klasse 8 bis 10 immer zweizügig, sodass jedes Jahr ein Oberstufenkurs zustanden kam, im Doppeljahrgang sogar zwei mit insgesamt 37 Schülern.


Austausch und BoGy

Seit 2004 gibt es einen Schüleraustausch mit dem "Liceo Scientifico E. Fermi" in Sulmona (Abruzzen), der auf italienischer Seite mit großem Engagement von der Deutschlehrerin Marina Biagi organisiert wird. Seit 2005 gibt es sogar - parallel zum Austausch - ein sogenanntes "Italien-BoGy", d.h. Schüler der 11. Klasse können in Sulmona ein einwöchiges Praktikum machen. [mehr ...]


Besondere Ereignisse

In den Jahren 2006, 2007 und 2010 hatten wir einen Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges zu Gast: Zeno Buratto, ein ehemaliger Militärinternierter, der über zwei Jahre in deutschen Konzentrationslagern verbringen musste, erzählte in eindringlicher und mitreißender Weise aus seinem Leben. Seine Berichte aus einer unmenschlichen Zeit haben uns tief berührt und sind ein Appell, derartige Grausamkeiten nie wieder geschehen zu lassen. Zeno Buratto ist leider im März 2012 verstorben.

 

 


Seit dem Jahr 2000 organisiert das Italienische Kulturinstitut Stuttgart einen kreativen Schreibwettbewerb für Italienisch-Schüler der Klasse 10 und der Kursstufe. [mehr...]


Warum Italienisch lernen?

  • Italienisch ist eine schöne Sprache: Mit seinen weichen Konsonanten, auslautenden Vokalen und seiner ausdrucksstarken Satzmelodie gehört Italienisch zu den schönsten Sprachen der Welt, ist vielleicht die schönste Sprache Europas.
  • Italien ist ein beliebtes Urlaubsland: Italien mit seinen 7548 km Küste, seiner abwechslungsreichen Natur, seinen Kulturdenkmälern, dem warmen Klima und den aufgeschlossenen Bewohnern ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen.
  • Italien hat unsere Kultur nachhaltig geprägt:In der Antike machten die Römer ihren Staat zu einem Weltreich und brachten den eroberten Völkern nach den kriegerischen Auseinandersetzungen durchaus auch kulturelle und technische Errungenschaften wie Wasserleitungen, Straßen- und Weinbau.
  • Später wurde Rom zum Zentrum der Christenheit, was es bis heute geblieben ist.
  • Damit nicht genug, waren die Italiener Vorreiter in Verwaltung und Handel: In Italien entstanden die ersten Stadtstaaten und das Bankenwesen (Man denke an Begriffe wie Girokonto und bankrott von "banca rotta" - kaputte Bank). Genua und Venedig waren lange einflussreiche Seemächte.
  • Auch dass Italienisch die Sprache der Musik ist (die Tempibezeichnungen "allegro", "descrescendo" usw. zeugen davon), kommt nicht von ungefähr. Monteverdi erfand die Oper, das Land hat weitere einflussreiche Komponisten hervorgebracht - man denke nur an Namen wie Verdi und Vivaldi.
  • Italien ist ein wichtiger Handelspartner Deutschlands:Italien steht für Deutschland an fünfter Stelle (nach Frankreich, den Niederlanden, China und den USA), was die Handelsbilanz anbelangt, für Italien sind wir Wirtschaftspartner Nr. 1. Der gesamte spanischsprachige Raum ist demgegenüber weit abgeschlagen.
  • Baden-Württemberg hat mit der Lombardei und der Emilia-Romagna zwei wirtschaftlich starke Partnerregionen.
  • Die Beherrschung der italienischen Sprache ist etwas Besonderes: Viele können ein paar Brocken Italienisch von sich geben (oder etwas, das sie dafür halten), aber kaum einer kann Italienisch auf einem guten Niveau sprechen und schreiben. Nach drei Jahren Schulunterricht kann man sich bei entsprechendem Engagement gut verständigen, nach fünf Jahren eine beachtliche Beherrschung der italienischen Sprache erreichen, die es einem ermöglicht, einfache italienische Romane und Zeitungsartikel zu lesen und auch über komplexere Themen zu diskutieren. Dies sind Fähigkeiten, die einem nicht nur privat, sondern auch beruflich (s. oben) von Nutzen sein können.
  • Italienisch bietet attraktive Angebote über den Fachunterricht hinaus: Im 3. Lernjahr (Klasse 10) gibt es die Möglichkeit, zum Schüleraustausch nach Sulmona in den Abruzzen zu fahren. In der Jahrgangsstufe kann man dort ein einwöchiges Berufspraktikum machen.