Oktober 2012  
16.10.12

Dienstag, 16.10.12 – Anreise

Am Dienstag war es endlich soweit: Unser Austausch nach Italien begann. Wir, das sind 21 Mädchen und ein Junge, Alex, trafen uns schon früh am Morgen am Bahnhof St.-Ilgen-Sandhausen.

Um kurz vor neun begann unsere lange und weite Reise in die schönen Abruzzen nach Sulmona.

Am Stuttgarter Flughafen angekommen, gaben wir zunächst unser Gepäck ab und warteten alle gespannt darauf, endlich in das Flugzeug zu einzusteigen. Einige von uns waren noch nie geflogen und darum war das Ganze umso aufregender.

Der Flug war sehr angenehm und wir waren blitzschnell in Italien.

Als wir gegen 16 Uhr am Flughafen Rom Fiumicino ankamen, wartete dort schon ein Reisebus auf uns, der uns von Rom direkt nach Sulmona vor die Schule brachte.

Nach etwa zweistündiger Fahrt sahen wir schon von weitem unsere Gastfamilien auf uns warten. Wir wurden sehr herzlich empfangen.

Anschließend ging jeder von uns mit seiner Gastfamilie nach Hause zum ersten gemeinsamen Abendessen.

Todmüde fielen wir in unsere Betten und konnten die kommenden Tage kaum erwarten.

(Hannah Lang, Janine Besser)

 


Mittwoch, den 17.10.2012 - Sulmona

Wie in Deutschland gewohnt, gingen wir zuerst in die Schule, die in Italien glücklicherweise erst um 830 anfängt. Hier merkt man schon die ersten Unterschiede zwischen Deutschland und Italien. Nach einem chaotischen Morgen sind wir auf den Markt in Sulmona gegangen, wo man von Schuhen bis Obst fast alles findet. Unser erster Nachmittag bei der Familie verlief für alle ziemlich positiv, trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme haben wir uns alle sehr gut verstanden. Da Sulmona viel zu bieten hat, haben wir zuerst das nahegelegene Museum über die Geschichte Sulmonas besichtigt. Nicht nur im Museum findet man römische Fundstücke, sondern auch „wenn man unter jedem Haus graben würde, würde man Überreste der römischen Kultur finden“. Über die Stadtführung auf Deutsch, die unsere Austauschpartner extra für uns vorbereitet hatten, haben wir uns sehr gefreut. An diesem Tag haben wir so viel gelernt wie noch nie. Mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Spaziergang durch den Park haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Unser Eindruck von diesem Tag: Im Großen und Ganzen ist Sulmona eine wunderschöne Stadt, die man nicht nur einmal sehen möchte.

(Vannessa Günther, Vanessa Heintzmann, Julia Apars)

 


Donnerstag, 18.10.2012 – Pescara

Am Donnerstag war unser Ausflug nach Pescara, einer schönen Stadt an der Adria. Nach einer einstündigen, teilweise auch sehr lustigen (!) Zugfahrt kamen wir endlich an.

Zu Beginn besuchten wir das Geburtshaus des berühmten italienischen Dichters Gabriele D`Annunzio. Dort besichtigten wir die Zimmer, in denen er bis zu seinem elften Lebensjahr gelebt hatte und in denen noch alles original erhalten war.

Nach unserer Führung machten wir uns endlich auf den Weg zum Strand. Dort hatten wir sehr viel Freizeit. Der Strand wurde schnell zu einem Spielfeld für Fußball und Volleyball. Die weniger sportlichen unter uns, die nicht mitspielten, ließen es sich solange gut gehen, lagen im Sand und sonnten sich oder zeigten eine kurze Tanzeinlage.

Später ging es noch zu einer kurzen Shoppingtour in die Innenstadt und nicht wenige kamen mit vollen Einkaufstüten zurück!

Als wir uns dann am Abend auf den Rückweg nach Sulmona machten, waren wir müde aber guter Laune.

(Katja Szleper, Johanna Fertig, Evgenia Schäfer)

 

 


Freitag, 19.10.12 – Sulmona

Unser dritter Tag in Italien hat wie immer in der Schule begonnen. Aber heute haben wir nicht wie sonst den Unterricht erlebt, sondern gemeinsam einen Film angeschaut. Es war die italienische Komödie „Immaturi“, die man mithilfe von italienischen Untertiteln ganz gut verstehen konnte.

Nach dem Film hatten wir eine interessante Diskussion über die politischen Probleme und die sozialen Schwierigkeiten Italiens.

Da wir den Rest des Tages frei hatten, haben wir uns nach dem gemeinsamen Essen mit der Familie alle in der Stadt getroffen. Beim Bummeln durch die Gassen Sulmonas und beim Einkaufen in den kleinen Boutiquen hatten wir sehr viel Spaß.

Nach dem großen Abendessen daheim ging es wieder „in giro“, d.h. das Schlendern durch die Stadt.

(Jana Widmayer, Naike Kippenhan, Theresa Ruf)

 


Sonntag, den 21.10.2012 - Sulmona

An unserem freien Sonntag haben die Italiener ein Grillfest in Petorano vorbereitet. Nachdem wir ausgeschlafen hatten wurden wir ca. um 13 Uhr zum Grillplatz gefahren, wo uns die Italiener fröhlich begrüßten. Bis das Essen fertig war vertrieben wir uns die Zeit mit Volleyball und Fußballspielen. Die Umgebung des Grillplatzes war einfach fantastisch, auf dem Grillplatze befand sich eine alte Ruine und daneben war ein kleiner Bach. Als dann das Essen fertig gegrillt war, konnten wir uns über 500 Arrosticini (Fleischspieße), eine Spezialität der Abruzzen, freuen. So gegen 18 Uhr begannen wir aufzuräumen und wurden einer nach dem anderen abgeholt. Zu Hause angekommen erwartete uns direkt das Abendessen. Danach gingen wir in die Stadt und trafen uns zu dem abendlichen Ausgehen.

(Jule Eppler und Alexander Krejci)

 

 


Montag, 22.10.2012 – Abbazia Santo Spirito

Am Morgen frühstückten wir wie immer gemeinsam mit unseren Gastfamilien. Wie gewöhnlich zeigten uns die italienischen Familien ihre Gastfreundschaft mit einem reich gedeckten Tisch. Mit vollem Magen machten wir uns dann auf den Weg zur Schule, um pünktlich um 8:20 Uhr dem italienischen Unterricht zu folgen.

Nach 2 Stunden Unterricht fuhren wir um 10:15 Uhr mit dem Bus zu einem alten Kloster mit dem Namen 'Abbazia Santo Spirito'. Dort vermittelte man uns die interessante Geschichte des alten Klosters, das vorübergehend ein Gefängnis war. Danach hatten wir die Möglichkeit, das alte Bauwerk zu besichtigen und zu bewundern.

Nach dem Kulturprogramm fuhren wir zurück, um mit den Austauschschülern nach dem Mittagsessen etwas Freizeit zu verbringen. Abends unternahmen wir alle etwas zusammen in der wunderschönen Innenstadt von Sulmona, um den Tag ausklingen zu lassen. Nach einem schönen Tag konnten wir etwa um Mitternacht schlafen.

(Julia Can, Tatjana Rothfritz)

 


Dienstag, den 23.10.2012 - Sulmona

Unser vorletzter Tag in Sulmona begann mit einer lustigen Spielrunde. Zusammen hatten wir viel Spaß bei selbstgemachten Kreuzworträtseln und „Wer ist es?“. Im Finale standen ein italienisches Team und ein deutsches Team, mit etwas Unterstützung von den Italienern gewann das deutsche Team und wir bekamen einen „leckeren“ Preis (einen kleinen Pandoro, das ist ein typisch italienischer Kuchen).

Danach machte sich die deutsche Gruppe auf den Weg zur Confetti-Fabrik Pelino. (Confetti = Zuckerkonfekt, für das die Stadt Sulmona bekannt ist)

Dort angekommen machten wir zunächst eine Führung mit, bei der wir die Geschichte des Confetti kennen lernten (Internationale Diplome, Entwicklung des Confetti und der Maschinen). Daraufhin konnten wir (kostenlos!) Confetti probieren und auch anschließend selbst welches kaufen.

Nach diesem „leckeren“ Ausflug verbrachten wir den Rest des Nachmittags in den Gastfamilien und packten unsere Koffer.

Für unseren letzten Abend haben unsere italienischen Freunde eine wundervolle Abschiedsfeier organisiert. Es wurde getanzt, gelacht, gegessen, gesungen und auch ein paar Tränen vergossen. Um unsere Dankbarkeit auszudrücken hielten wir gemeinsam eine Rede und tanzten gemeinsam etwas vor. Leider musste auch dieser Abend enden, jedoch war es ein wunderschöner letzter Tag.

(Amy Hu, Katharina Ding)

 

 


Mittwoch, 24.10.2012 – Rückreise

Der Morgen des Abschieds war gekommen. Wir frühstückten ein letztes Mal in unseren Gastfamilien, bevor wir uns wie gewohnt gegen 8 Uhr in der Schule einfanden.

Trotz der traurigen Stimmung genossen wir die letzten gemeinsamen Stunden, die uns blieben.

Wir versuchten nicht an den Abschied zu denken, sondern uns so gut wie möglich zu konzentrieren, um unser Austauschtagebuch zu verfassen.

Nach getaner Arbeit freuten wir uns schon auf das für uns vorbereitete Video der Italiener über die vergangene Woche. Von diesem Moment an realisierten wir, dass die unvergessliche Zeit in Sulmona nun ein Ende haben würde. Und so liefen bereits die ersten Tränen.

Die letzte Stunde verging wie im Flug, denn schon kurze Zeit später traf unser Bus, der uns nach Rom an den Flughafen bringen sollte, auf dem Schulgelände ein und es wurde Zeit, sich von unseren italienischen Austauschpartnern zu verabschieden, letzte Fotos zu machen und Nummern auszutauschen.

Kurz darauf saßen wir mit Tränen gefüllten Augen im Bus und blickten auf die winkenden Italiener zurück.

Nach der neunstündigen Heimreise mit Flugzeug und Zug freuten wir uns dann letztlich doch, unsere Familien und Freunde wieder zu sehen.

Jedoch können wir es kaum erwarten, unsere neu gewonnenen italienischen Freunde im April hier in Deutschland begrüßen zu dürfen!

(Anna Krauth, Sandra Benzler, Julia Woldrich)