Sozialprojekt Äthiopien  

Sozialprojekt Äthiopien 2019: Tägliche Berichte

--- MISSION COMPLETED! ----

Tagesbericht 16.04 - Jan

Heute sollte der letzte Tag in Äthiopien sein. Wir trafen uns also fast pünktlich um 8 Uhr zu einem letzten Frühstück im Nationalpark, wo wir ein letztes Mal die Aussicht auf die Wasserfälle genießen konnten. Ebenfalls fast pünktlich traten wir die für 9 Uhr geplante Abfahrt an. Nachdem einer langen Fahrt in dem Wetter, das die Äthiopier als kühl bezeichnen, kamen wir gegen 14:15 im Hostel in Addis an. Dort hatte jeder die Gelegenheit, kurz zu duschen und seine Koffer fertig zu packen, bevor wir dann um 17:30 zur German Church School aufbrachen, um ein letztes Mal gemeinsam mit unseren Äthiopischen Partnern zu Abend zu Essen. In der Schule angekommen, erwartete uns ein Buffet mit klassischen äthiopischen Speisen. Glücklicherweise haben inzwischen viele von uns das anfangs verhasste Injera liebgewonnen, weswegen wir das Essen richtig genießen konnten. Danach war es dann leider an der Zeit, Lebewohl zu sagen, bevor wir zum Flughafen aufbrachen, um die Reise nach Deutschland anzutreten.

Tagesbericht 15.04. - Alexandra

Der Morgen begann früh um 4:50 und mit großer Freude auf einen unvergesslichen Sonnenaufgang. Ohne zu viel zu verraten kann ich sagen,dass mein Zimmer es nicht geschafft denn Sonnenaufgang zu sehen. (Aber morgen bestimmt!)
Bei einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse des Restaurants mit Ausblick auf die Wasserfälle berichteten die, die es geschafft hatten sich morgens aufzuraffen von einem unglaublichen, leider etwas bewölktem, Naturschauspiel. Für den Tag war eine Fahrt über das Gelände des Nationalparks geplant. Diese dauerte etwas 3 Stunden, in denen wir von jeglichen Tieren bis der Lounge des ehemaligen Kaisers alles gesehen haben. Die Lounge, die einst sicher sehr imposant war, wurde vor kurzem von Unbekannten Komplet verwüstet und zerstört und das einstig dort beherbergte Café sei deswegen nicht mehr in Betrieb. Schade drum, bei der schönen Aussicht hätte ein traditioneller Kaffee bestimmt doppelt so gut geschmeckt.
Während der Safari begegneten wir vielen Schildkröten, Affen, verschiedensten Vogelarten und Antilopen. Die Artenvielfalt des Parks hatte in den letzten Jahren stark abgenommen und ist unteranderem den Rindern, Ziegen und Schafen zuzuschreiben, welche die Parkflächen als Weideflächen nutzen. Jedoch war der Anblick der afrikanischen Flora und Fauna unbeschreiblich schön und lässt sich nicht in Worte fassen.
Nach einer kurzen Fiesta brachen wir Abends wieder los, um Hyänen in der Dämmerung zu beobachten. Die Fahrt zur etwas abgelegenen Höhle war ein weiters Highlight des Tages, da wir auf dem Dach des Buses mit fahren durften.
Wir mussten uns einen kurzen Zeitraum leise vor der Höhle der Hyänen gedulden, doch dann sahen wir sie, Hyänen in allen Größen, 16 an der Zahl. Wir beobachten die ungefähr eine Stunde und führen zurück zur Lounge, in der wir den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen ließen.

Tagesbericht 14.04 - Shayan

Nach zwei Wochen Praktikum und anstrengendem Programm begann am Sonntag die entspannendste Phase des Äthiopien-Projekts. Morgens fuhren wir los zum Awash Park. Der Weg führte uns in das Rift Valley und bot uns eine unglaublich schöne Landschaft. Einige Stunden und Pinkelpausen später erreichten wir den Nationalpark. Zuerst bezogen wir unsere Hütten und entdeckten auch sehr schnell die wunderschöne Aussicht die sich uns bot. Ein Fluss, ein Wasserfall, viele Affen und Krokodile, alles auf einen Blick.

Das Mittagessen aßen wir zusammen und hatten anschließend viel Freizeit. Eine Gruppe spielte Rome, andere erkundeten die Umgebung und machten Fotos und manche wollten lieber einen kleinen Mittagsschlaf machen. Um 19:00 Uhr gab es dann das leckere Abendessen. Mittlerweile haben viele sogar die äthiopische Küche lieb gewonnen und dementsprechend klassisch äthiopisch gegessen. Der letzte Punkt des Tages war die Kaffeezeremonie. Nachdem die Zeremonie  fertig war, bewegte sich jeder in Richtung Hütte, um für das Programm am Montag wieder topfit zu sein.

Tagesbericht  13.4.2019 - Kristina

Der Plan für heute war ein Ganztagesausflug mit den äthiopischen Partnerschülern.
Wir fuhren also um 8:00 Uhr von unserem Hostel aus mit dem großen Bus los und holten die Partnerschüler an der German Church School ab.
Von dort aus fuhren wir ca. 3 Stunden zu einem Restaurant, von welchem aus wir zur "Portugiesischen Brücke" laufen wollten. Kurz nach Muka Turi machten wir einen kurzen Zwischenstopp um von einem Aussichtspunkt aus Bilder von der Landschaft zu machen. Dort kauften sich auch ein paar der Gruppe Souvenirs, sobald jedoch jemand Interesse an den Produkten zeigte, welche dort ein paar Kinder verkauften, kamen alle angelaufen und drängten die Waren auf, damit man diese kauft. 
Nachdem dann genug Bilder gemacht wurden, fuhren wir weiter zum eigentlichen Ziel, wo wir in einem kleinen Restaurant etwas zu essen bestellten. Es gab Reis und Nudeln und natürlich auch Injerra. Dies wollten wir essen, nachdem wir die Gegend etwas angeschaut hatten. Wir spazierten dann an der Schlucht entlang, sie ist eine der Hauptzuflüsse zum blauen Nil. Wir machten viele Bilder von der Aussicht, welche sich uns bot. 
Bei der Portugiesischen Brücke, welche im 17. Jahrhundert von den Portugiesen aus Straußeneiern, Kalk und Steinen erbaut wurde, sahen wir auch Dscheladas, eine seltene Affenart, welche nur im Hochland Äthiopiens zu sehen ist . 
Ein Guide erzählte uns, dass kranke Menschen von ihrer Familie 3 Stunden die Schlucht hochgetragen werden müssen, um in das nächste Krankenhaus zu gelangen. Im Tal gibt es weder Elektrizität noch fließendes Wasser. Nachdem wir wieder zurück gelaufen waren, aßen wir erst einmal und genossen dabei die Aussicht auf die Schlucht. 
Danach spielte ein Großteil der Gruppe Fußball auf einem Platz vor dem Restaurant. 
Auch, als es anfing stark zu regnen, stoppte das Spiel Deutschland gegen Äthiopien nicht. 
Es endete 6:5 für Deutschland. 
Etwas durchnässt fuhren wir dann um ca. 15:30 Uhr wieder los um die Partnerschüler zur German Church School zu bringen. 
Anschließend ließen wir uns an einem Restaurant nahe unseres Hotel absetzen und aßen dort. 
Wieder zurück im Hostel packten wir für den großen Ausflug welcher am nächsten Tag startet.

Tagesbericht 12.04.2019 - Efim

Am heutigen Tag sind wir um circa 7 Uhr aufgewacht, da wir anders wie an den anderen Tagen bereits um 7:10 Uhr gefrühstückt haben. Nach unsere morgendlichen Ritualen wurden wir um 8:02 Uhr von unserem Busfahrer David abgeholt. Nach einem recht langem Zwischenstopp an der German Church School ,an welcher wir unsere äthiopischen Partner abgeholt haben, kamen wir um 9:20 Uhr an der African Union an. Die African Union ist im Prinzip die Eu für Afrika, dessen Hauptsitz in Addis Abeba liegt. Anschließend wurden wir von unserem Tour Guide begrüßt. Er zeigte uns viele interessante Dinge. Zum Beispiel die Nelson Mandela Hall in welcher
Konferenzen mit allen 55 Memberstates ausgetragen werden. Die Halle bietet Platz für 2500 Menschen. Im Allgemeinen war das AU Gebäude sehr modern, groß und beeindruckend. Die Tour dauerte etwa zwei Stunden.
Daraufhin machten wir uns um 11:45 Uhr auf den Weg in den MALD-Kindergarden. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen und der Kindergarten wurde uns präsentiert.
Besonders beeindruckt haben uns die kreativen und herzhaften Lernmethoden der Lehrer. Der für Kinder der High-und Middleclass bestimmte Kindegarten wurde von einem Deutschen finanziert.
Um halb zwei kamen wir im Compound and der GCS an. Dort aßen wir zu Mittag und hatten die Möglichkeit ein Souvenirmarkt zu besichtigen. Am Mittag hat es stark geregnet. Nach einer ungewollt langen "Mittagspause" fuhren wir zurück ins Martin's Cozy Place. Anschließend nutzten wir unsere freie Zeit zum Entspannen und Spazierengehen. Den Abend ließen wir wie immer auf der Dachterasse ausklingen.

Tagesbericht 11.4.19  - Lisanne

Schweren Herzens mussten wir heute Abschied von unseren Praktikumsstellen nehmen; in den knapp 10 Tagen sind schließlich jedem die Kinder sehr ans Herz gewachsen. Trotzdem blieb heute noch ein wenig Zeit, um die zuvor gebauten Blumenkästen in der German Church School mit Blumen zu bestücken. Dazu sind Efim und ich mit zwei äthiopischen Austauschschülern einkaufen gegangen. Nachdem fast 40 Blumen gepflanzt wurden, bestellte uns Ato Merdassa zwei große Teller Injera bei denen wir beherzt zugeschlagen haben. Nach einer kleinen Wasserschlacht ging es dann weiter zu einem Projekt, in dem Frauen aus Seide Stoffe herstellen. Es sind Frauen, die wegen ihrer Schwangerschaft oder Problemen nach der Geburt in Addis bleiben müssen, um ihre Krankenhausrechnung abzubezahlen. Da diese Frauen meist bettelarm sind, ist es ihnen nicht möglich dies bezahlen zu können. Dort setzt die Initiative an, denn sie ermöglicht den Frauen Geld zu verdienen um diese Rechnung einen Tages bezahlen zu können. Nach einer kurzen Einführung wurde uns gezeigt, wie aus den Fäden der Seidenraupe Spindeln entstehen, wie diese gestickt werden und mit welchen Mitteln man sie Anschließend färbt. Wussten Sie, dass nicht nur Kaffee sondern auch getrocknete Zwiebelschalen und Blattläuse dazu verwendet werden können? Da dies alles natürliche Produkte sind, ist jede Kollektion einzigartig, da es fast unmöglich ist genau diese Farbe erneut zu produzieren. In dem angrenzenden Shop haben alle das Geld kräftig auf den Kopf geschlagen. So ging fast niemand mit leeren Händen nach Hause. Ob Schals, Kissenbezüge oder Handtücher- an den handgemachten Stoffen haben alle Gefallen gefunden. Zurück im Hostel haben die Einen einen kleinen Abstecher zum Supermarkt gemacht, während Andere essen gegangen sind. Auf der Terrasse haben wir dann gemütlich den Abend ausklingen lassen.

Tagesbericht 10.4.19 - Alex

Der Tag fing wie üblich ziemlich früh an, da wir uns um halb acht gemeinsam trafen, um eine Besprechung durchzuführen, jedoch waren die üblichen Kanditaten nicht anwesend (Sie wissen, wer sie sind). Daraufhin war es wie immer ziemlich stressig, weil unsere Toiletten morgens Massentierhaltung ähneln. Ausnahmsweise kam dann der Bus pünktlich, worüber wir sehr froh waren, da Deutsche auf Pünktlichkeit bestehen. Weiterhin kamen wir um ca 8:40 bei der Kebana Adventist School an, woraufhin wir wie immer unseren täglichen Plan zugeteilt bekommen haben. Dieser sah folgendermaßen aus: eine Stunde Englisch bei jeweils der dritten und ersten Klasse. Zuerst unterrichteten Fedor und ich die dritte Klasse, bei der wir die ganze Stunde lang eine Art Mathe Fußball ohne Mathe, sondern mit falschen Sätzen und Wörtern gespielt haben, welche die Schüler dann verbessern mussten. Da gab es lustige Fälle wie z.B bei like I football, bei denen die Schüler lick I football geschrieben haben. Daraufhin unterrichteten Fedro, Sophia, Katharina und ich die erste Klasse, bei der wir zum innovativen Lied "Head, Shoulders, Knees and Toes" getanzt haben. Dafür hatten wir aber leider nicht viel Zeit, weil die Kinder etwas viel Zeit benötigt haben, um ihre Namen zu sagen. Danach kam wie immer der Bus um ca halb eins. Nach Abholen der anderen Schüler fuhren wir gemeinsam zur GCS und fingen an, den Deutschen Abend vorzubereiten. Dabei gab es wieder ein paar Personen, die sich lieber entspannt haben (Z.B Fjodor, der lieber schlafen und Kaffee trinken wollte). Nach viel Stress und Anstrengung konnten wir um ca. 6 Uhr mit der Feier beginnen. Währenddessen gab es eine Bildervorstellung über Deutschland, eine super irisch/russische Filmproduktion und viel klassisches Tanzen sowie Singen und sogar ein spannendes "dance battle" zwischen Big G und Lil L (Big G hat gewonnen). Zuletzt verabschiedeten die Deutschen sich bei den Äthiopiern und gingen anschließend vorbildlich früh schlafen, da wir gute Schüler sind.
Määääh

Tagesbericht 9.4. 2019 - Jannik

Am Dienstagmorgen fuhren wir wie üblich um 8:30 Uhr mit dem Bus zu unseren jeweiligen Sozialpraktikumsstellen. Meine Praktikumsstelle ist der Mekane Jesus Entoto Kindergarten, wo ich gemeinsam mit zwei anderen Schülern sowohl unterrichtete, als auch für Unterhaltung auf dem Pausenhof sorgte. Da wir die Kinder, welche wir über das Wochenende sehr vermisst haben, bereits sehr ins Herz geschlossen hatten war es an diesem Dienstag ein freudiges Wiedersehen.

Um 12:30 sind wir dann gegangen und nach einer zweistündigen Pause an der GCS zur Deutschen Botschaftsschule gefahren. Dort angekommen wurde uns die Schule gezeigt und von dem Alltag der Schüler berichtet. In der Schule wird hauptsächlich auf deutsch unterrichtet, allerdings gibt es auch Englischunterricht und englischen Mathematikunterricht. Die Schule bietet aufgrund der geringen Schüleranzahl weder Physik noch Chemieunterricht für die Oberstufe. Auch das Schul- und Notensystem unterscheiden sich von unserem.

Nach einem aufschlussreichen Aufenthalt tranken wir noch kurz einen Kaffee in einer französischen Bäckerei bevor wir dann zum Highlight des Tages aufbrachen - dem äthiopischen Abend. Unsere äthiopischen Austauschpartner hatten einen wundervollen Abend vorbereitet an welchem sie uns ihr Land und ihre Kultur näher bringen wollte. Es gab äthiopisches Essen, äthiopische Tänze wurden präsentiert , es wurden kurze Vorträge über die äthiopische Geschichte gehalten und eine Kaffee-Zeremonie durchgeführt.

Es wurde viel gelacht und alle haben sich prächtig amüsiert. Gegen halb neun mussten wir uns leider verabschieden und zurück zum Hostel fahren. Den sehr ereignisreichem Tag ließen wir gemeinsam auf der Dachterrasse ausklingen.

Tagesbericht Montag, 8.4.2019 - Jana

"Happy Birthday Katharina!" war das Motto des Tages. Da eine Mitschülerin Geburtstag hatte, wurde dieser natürlich würdig mit guter Laune gefeiert. Der Tag begann bereits ereignisreich, da wir den Mercato, den größten Markt Afrikas besichtigten. Der Markt war riesig groß und von Toilettenpapier und Kugelschreibern am einen, bis zu Matratzen und Kühlschränken am nächsten Stand, gab es so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann. Der Markt war sehr voll und unübersichtlich, weshalb wir sehr froh darüber waren, in Begleitung unserer äthiopischen Partnerschüler unterwegs zu sein. Denn auch wenn der Markt eine super spannende Erfahrung war, hätten wir uns dort nicht alleine aufhalten wollen. Als weiße Europäer wurden wir doch schon recht unangenehm gemustert und außerdem wurde man ständig angerempelt, was gerade wegen der Angst vor Taschendiebstahl ein hohes Stresslevel bedeutete. Später sind wir dann in ein Gebäude rein, in dem es lauter Marktstände mit traditionellen äthiopischen Dingen gab. Dort war es bedeutend leerer und ruhiger, weshalb wir uns direkt wohler gefühlt haben und außerdem eignete sich die Halle perfekt zum Souvenirs kaufen.

Vom Mercato aus sind wir dann zu unseren Partnern nach Hause gefahren. Viele von uns hatten vorher so ihre Bedenken, wie das wohl werden würde. Um so größer war die Erleichterung, als wir feststellten, dass die Familien total lieb sind. Neben interessanten Unterhaltungen gab es auch traditionell äthiopisches Essen für uns. Viele aus unserer Gruppe waren positiv überrascht von dem guten Essen, da wir bisher eher schlechte Erfahrungen mit Essen, wie Injera gemacht haben. Nach dem wir zwei schöne Stunden bei unseren Partnern verbracht haben, sind wir zurück zur German Church School gefahren, wo kräftig die traditionellen Musikinstrumente ausprobiert wurden, die einige auf dem Mercato erworben haben.

Gemeinsam mit den Äthiopiern ging es dann abends noch bowlen. Die Bowlinghalle gehört zu dem Tennisprojekt, welches wir schon vor einigen Tagen besucht haben und ist die erste in ganz Äthiopien (mittlerweile gibt es zwei). Nach dem wir uns beim bowlen mehr oder weniger gut geschlagen haben, gab es zur Stärkung Burger, Pizza und Omelette.

Den Abend haben wir dann mit einer gemütlichen Geburtstagsfeier auf der Dachterasse unseres Hostels ausklingen lassen.

Tagesbericht 07.04. - Finn

Aufgrund der Höhe von ca. 3000m, in der die Kaiser Menelik Lodge lag, war die Nacht sehr kalt und niemand hatte wirklich gut geschlafen. Glücklicherweise hatten wir eine lange Fahrt zurück nach Addis Abeba vor uns, auf der wir uns erholen konnten. Nach einem Letzten mal Aussicht genießen ging es dann wieder runter zum Bus und um 10:30 traten wir die Rückfahrt an. Unser erster Stop war Ankober, was auf deutsch ungefähr Affentor heißt. Der Name rührt daher, dass dort viele Affen zwischen den Felsen leben, die wir auch nach einer kurzen Kletterpartie aus nächster Näher beobachten konnten. Sehr viele tolle Fotos sind an diesem Ort entstanden und es gab unglaublich viel zu sehen. Abgesehen von der riesen Horde von Affen war die Landschaft ebenfalls sehr beeindruckend. Die steilen Felshänge boten einen atemberaubenden Anblick. Durch die Wolken die ab und zu über die Felsen zogen entstand eine geheimnisvolle Stimmung, die durch kreisende Greifvögel verstärkt wurde. Nach tausenden geschossenen Fotos ging es dann weiter mit dem Bus und man konnte noch einiges von dem relativ primitiven Leben in den kleinen Bergdörfern beobachten. Die Fahrt ging auf den steilen Bergstraßen zwar sehr langsam voran, jedoch kamen wir dann Mittags an einem Restaurant vorbei, wo wir zum Großteil sehr zufriedenstellendes Essen zu uns nahmen, was eine willkommene Abwechslung von dem täglichen Injera war. Wir kamen dann früher als gedacht im Cozy Place an und hatten noch Zeit uns einen schönen Abend zu machen.

Tagesbericht: 6.4.19 - Aaron

Der sechste April 2019 begann für die Schülergruppe schon um 7 Uhr morgens. Um 7:30 Uhr wurden die Schüler bereits zum Frühstück erwartet, da die Abfahrt nach Ankober für 8 Uhr geplant war.
Leider war ein Schüler der Gruppe nicht in der Verfassung die etwa sechsstündige Reise anzutreten und musste somit über das Wochenende im Hotel bleiben.
Um 8 Uhr saßen die Schüler zusammen mit den äthiopischen Austauschschülern, den deutschen Lehrern und den äthiopischen Begleitlehrern im Bus. Die Fahrt verlief relativ friedlich, jedoch waren die Straßen außerhalb von Addis Abeba meist steinig und uneben. Dies führte leider zu kleinen Turbulenzen. Dennoch kam die gesamte Gruppe gut in Ankober an, die Lodge in der wir die Nacht verbringen sollten befand sich auf einem kleinen Berg auf insgesamt ca. 2800 Metern Höhe.
Der Aufstieg zur Lodge machte aufgrund der Höhe den meisten deutschen Schülern Probleme. Die Mühe wurde jedoch an der Lodge mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Nach der Zimmereinteilung konnten die Schüler entscheiden, ob sie mit den Lehrern ein Rundführung in der Umgebung machen oder weiterhin auf der Lodge Eindrücke sammeln wollen.
Gegen Abend versammelte sich die gesamte Gruppe an einem Lagerfeuer, eine Tradition in Äthiopien ist es vor dem Essen um das Feuer versammelt zu sitzen und Lieder zu singen. Bei einem Lied wurde jeweils immer ein Name aus der Gruppe genannt, die betroffene Person musste in die Mitte treten und um das Feuer entweder etwas vortanzen oder eine andere kurze Gestik vormachen.
Nachdem jeder Name genannt wurde begaben sich alle zum Essen, es gab Schafsfleisch und Injera (traditioneller Sauerteig) mit verschiedenem Gemüse und Soßen. Nach dem Essen versammelten sich alle nochmal erneut um das Lagerfeuer. Nun waren die Deutschen an der Reihe den äthiopischen Schülern etwas deutsche Tradition nahezubringen. Für den Rest des Abends wurden deutsche Lieder gesungen und spiele wie "Reise nach Jerusalem" gespielt.

Tagesbericht 5. April - Moritz

Morgens waren wir wir gewohnt bei unseren Praktikumsstellen. Ich war zum Beispiel beim ,, Home of Mercy " und habe dort mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Das Praktikum dauerte heute allerdings ausnahmsweise eine halbe Stunde kürzer, da wir schon um 13:30 Uhr von der GCS zum Brot für die Welt Projekt fahren mussten. Das Projekt, weiches und vorgestellt, hieß ,, Church Forest ". Der Sinn des Projekts ist es Bäume zu pflanzen, da durch das hohe Bevölkerungswachstum in Addis Abeba fast die ganzen Wälder abgeholt wurden. Deshalb arbeitet Brot für die Welt zusammen mit der orthodoxen Kirche in Äthiopien daran, dass zumindest noch etwas Wald vorhanden ist. Die Leiter des Projekts zeigten uns den Wald, Baumsetzlinge, Bienenstöcke und eine orthodoxe Höhlenkirche die der heiligen Asama gewidmet ist, welche von den Römern wegen ihres Glaubens gefoltert wurde. Diese Höhlenkirche wurde innerhalb von sechs Jahren nur von drei Männern erbaut. Zum Schluss haben uns die äthiopischen Projektleiter zum Abendessen eingeladen. Natürlich gab es Injera.

Tagesbericht 4.4.2019 - Katharina

Am Donnerstag Morgen frühstückten wir wie üblich ab 7.30 Uhr . Offiziell werden wir jeden Morgen um Acht abgeholt, an diesem Tag fuhren wir dann um halb neun los. Jede Schülergruppe wurde nacheinander zu seiner jeweiligen Praktikumsstelle gefahren. Meine Praktikumsstelle ist eine Schule namens "Kebana Adventist School", das ist eine Schule, die einen Kindergarten, eine Grundschule und eine weiterführende Schule bis Klasse 10 beinhaltet.

Wie jeden Tag wurden uns vom Direktor Klassen zugeteilt. Sophia und ich betreuten an diesem Tag zum ersten Mal die Klassen des Kindergartens. Wir zeigten den Kindern , wie man Papierflieger und Papierbrötchen faltet, worüber sie sich sehr freuten, weil sie sowas noch nie gemacht hatten. Nachdem wir einige Stunden dort verbracht haben sollten wir noch eine Englischstunde in der zweiten Klasse unterrichten. Das Sprachniveau der Kinder in dieser Stufe ist genau wie in Deutschland nicht sehr hoch, deswegen waren wir auf die Hilfe der Lehrer stark angewiesen. Die Stunde fingen wir mit einer "Introduction round" an und anschließend spielten wir ein Vokabelspiel. Nach den Unterrichtsstunden trafen wir Alex und Fedor ,wie jeden Tag, auf der Grünfläche der Schule. Dort entspannten wir uns und warteten auf das Hupen des Busses. Dieser holte alle Schüler nacheinander ab und brachte uns zur German Church School.

Zum Mittagessen kauften wir uns bei einem Obst- und Gemüsehändler frische Avocados, Tomaten, Mangos und Papayas. Diese bereiteten wir, wie üblich, am Gemeindehaus mit Taschenmessern mit Brot zu. Danach ruhten wir uns in der Sonne aus und spielten Ball. Den Ball versenktem wir dabei mal wieder in einem großen Baum und waren somit die nächsten 10-20 Minuten damit beschäftigt ihn runterzuholen.

Am Nachmittag wurden wir so um halb drei vom Bus abgeholt und sind durch die Stadt gefahren. Dabei wurde uns von Ato Yohannis das Ehrenmal für Kuba und eine Statue des äthiopischen Kaisers gezeigt. An der ältesten Kirche von Addis Abeba hielten wir an und liefen um die Kirche, diese wurde als Denkmal für die gewonnene Schlacht gegen die Italiener von einem griechischen Architekt gebaut. Daraufhin fuhren wir zu dem Park des Hotels "Ghion" . Dieser weist eine große Vielfalt an farbenfrohen Blumen auf. Außerdem gibt es ein Restaurant mit einem tollen Blick über dem Park, dort tranken wir etwas und wurden anschließend am Hostel abgesetzt.

Dort erwartete uns die Nachricht, dass der Strom ausgefallen war, also sind wir in einer Gruppe zu einem Restaurant namens "Opal" gegangen, um dort Abend zu essen. Den Abend ließen wir alle zusammen entspannt auf der Dachterrasse ausklingen.

Tagesbericht 3.4.2019 - Fedor

Wir trafen uns um 7:30 in unserem Hotel zum Frühstück und anschließend um circa 8:15, wurden wir gruppenweise zu unserer Praktikumsstelle gefahren . Katharina, Alexander,Sophia und ich wurden wie gewohnt als erstes an unserer Praktikumsstelle, der Adventist School, abgesetzt. An dem Tag unterrichteten wir zuerst die Zehntklässler in den Fächern Geographie und Geschichte. Dies war jedoch sehr unangenehm, da sie sehr uninteressiert waren, nichts hinterfragten und nur umherschauten. Deshalb mussten wir gegen Ende der Unterrichtseinheit mit Tänzen improvisieren. Anschließend hatten wir von 10:40 bis 11:00 eine Pause, bei der wir wie Prominenten von den kleinen Kindern überrumpelt wurden. Daraufhin haben Alex und ich Viertklässler im Fach Sport begleitet. Wir haben mit ihnen Basketball gespielt, und da sie sehr viel Spaß hatten und mitgemacht haben, konnten Alex und ich die Unterrichtsstunde sehr genießen. Kurz nachdem wir fertig waren, wurden Katharina, Sophia, Alex und ich um 13:10 vom Busfahrer abgeholt und zur German Church School gefahren. Dort konnten wir unsere Zeit von 14:00 bis 14:40 genießen und wie fast täglich Avocado, Mango und Brot gegessen. Danach gings mit der ganzen Gruppe ab zur deutschen Botschaft. Um 15:00 Uhr, pünktlich wie immer angekommen, gingen wir durch den wundervollen Weg in der Botschaft zum Konferenzraum. Dort bekamen wir eine Präsentation von einer jungen Dame über die Ausbildung und der Tätigkeiten in der Botschaft. Nach der Präsentation wurden wir in Gruppen eingeteilt und durften kurz Angestellte der Botschaft in Form eines Speed-Datings befragen. Dort fanden wir vieles über deren Leben heraus und wie sie mit ihrer Familie mit dem Beruf klarkommen, da man als Angestellt der Deutschen Botschaft alle 3-4 Jahre umziehen muss. Nach den interessanten Gesprächen bekamen wir noch eine Führung durch das wundervolle Gelände, bei der wir uns ein Spaß beim Herrn Kröger erlaubten, indem wir ihm unzählige Sticker der Deutschen Botschaft auf den Rücken klebten. Später, um 17:30, sind wir mit dem Bus an der Tennisanlage von Tariku angekommen. Tariku ist ein echter Held. Er nimmt sich Kinder aus ärmsten Verhältnissen auf und ermöglicht ihnen eine Zukunft mit Tennis und Essen schenkt. Er rettete ein Dutzend Kinder, die durch ihn eine Karriere machen konnten. Bei der Tennishalle konnten wir Tennis mit Kindern spielen. Außerdem zeigte uns Tariku sehr viele Trophäen und seine selbstständig renovierte Bowlingbahn. Sein Bowlingscenter ist einer von zwei Bowlinghalle in ganz Äthiopien. Daraufhin fuhren wir wieder zurück in unser Hotel.

Tagebericht 2.4.19 - Sophia

Wie jeden Tag gab es um 7:30 Uhr Frühstück und um 8:15 Uhr wurden wir zu unseren jeweiligen Sozialpraktikumsstellen gefahren. Katharina, Fedor, Alex und ich haben uns für die Kebana Adventist School gemeldet. An diesem Tag haben wir in Zweiergruppen die 3.+4. und zwei 6-er Klassen unterrichtet. In der 3. und 4. Klasse haben wir ein Vokabelspiel auf Englisch gespielt und in der 6. Klasse haben wir über Ziele und Berufe in der Zukunft diskutiert. Wie üblich wurden wir von unserm Fahrer abgeholt und waren dann circa um 13:00 Uhr an der German Church School Gemeinde. Die meisten haben sich Gemüse und Obst an einem Obststand gekauft und um 15 Uhr waren wir im Addis Abeba Nationalmuseum. Das Highlight war Lucy, welches ein 3,2 Millionen Skelett ist. Um 16 Uhr waren wir im Restaurant, wo wir alle ein leckeres Getränk genossen haben. Um 17 Uhr gab es ein sehr starkes Gewitter, weshalb wir alle von Kopf bis Fuß nass waren. Unser Fahrer hat uns ins Hotel gefahren, wo wir uns umgezogen haben und dann um 21:30 in ein schickes äthiopisches Restaurant gefahren sind und dort traditionell Injera gegessen haben und viele Tänze gesehen haben, wo wir alle mittanzen durften. Um 21:30 sind wir zurück gefahren und sind alle relativ früh schlafen, da wir alle sehr müde waren.

Tagesbericht 1. April - Meike

Nachdem wir den ersten Tag in der German Church School verbrachten, ging es dann am zweiten Tag, dem ersten April, mit dem Sozialpraktikum los. Davor Frühstück im Hostel und die anschließende halbstündige Fahrt zu den Praktikumsstellen. Dabei wurden wir jeweils zu dritt oder zu viert für diese eingeteilt, wobei die German Church School Unterstützung von sechs Personen erhielte. Als weitere Stellen wurden das "House of Mercy", ein Behindertenheim, die "Adventist School", ein Schulzentrum, und der Entoto Kindergarten angeboten. Dort angekommen verbrachten wir den Vormittag mit unterschiedlichsten Aufgaben. Im Kindergarten beschäftigten wir uns zum Beispiel mit den Drei-Sechsjährigen, mit denen wir Spiele in den Pausen spielten, zunächst nur dem Unterricht zuhörten, später dann aber auch unterrichten durften. Hierbei wurde Mathe, Englisch und Amharisch unterrichtet, wobei dies sehr einfach und verständlich gestaltet wurden.
Die vier Stunden im Kindergarten gingen leider sehr schnell rum und sowie die Kinder, als auch die Betreuerinnen waren glücklich, die nächsten Tage mit uns verbringen zu können.
Nach der Busfahrt zurück an die GCS, konnten wir uns in Kleingruppen an Obst- und Gemüseständen unser Mittagessen zusammenstellen. Die auf das Essen folgende Teezeremonie wurde mit dem anschließenden Abgeben unserer Gastgeschenke beendet. Währenddessen erhielten wir von Herr Kröger allerdings die Nachricht, dass wir am Flughafen vergessen hätten unsere Fingerabdrücke zu registrieren, weshalb ein Angestellter der Deutschen Botschaft auf uns warte. Alphabetisch sortiert gingen wir also in Paaren in den Gemeinschaftsraum, in welchem uns der Angestellte empfangen sollte. Nach und nach musste jedoch dann jeder von uns feststellen, dass sich Herr Kröger aufgrund des Datums einen Spaß erlaubt hat. Entspannt konnten wir nun mit unseren Partnern Reden, Fußball, Basketball oder andere Spiele spielen.
Nach einer kleinen Tanzeinheit, der einen ersten Einblick in die äthiopische Kultur bot, mussten wir allerdings ins Hostel zurückfahren, da unser Busfahrer David bereits wartete. Den Abend ließen wir dann entspannt auf dem Balkon des Hostels ausklingen.


Schülersozialprojekt Äthiopien


Sozialprojekt: Aktionstag am 17.7. 2018 für die German Church School (GCS)

In vielen Bundesländern wird ein „Tag für Afrika“ durchgeführt. An diesem Tag arbeiten Freiwillige und spenden den Lohn für ein Projekt in Afrika. Unser „Tag für Afrika“ ist der Aktionstag der Klassen 9 für die German Church School in Addis Abeba, Äthiopien. Die Schüler suchten sich eine Verdienstmöglichkeit für den 17. Juli und spendeten ihren ganzen Lohn. Für viele Schüler waren es lehrreiche erste Schritte im Berufsleben. Dazu gehört auch, bei Absagen nicht zu verzagen, sondern es nochmal zu versuchen und hartnäckig zu bleiben. Die Schüler führten zum Teil anstrengende und monotone Tätigkeiten durch, die aber trotzdem nötig sind: „Ich habe die Akten der letzten 10 Jahre geschreddert“ oder „Wir haben alle Fenster im Haus geputzt“.

Manche gewannen neue Erkenntnisse und neue Achtung vor Tätigkeiten: „Hausmeister sein ist ganz schön anstrengend“ oder „als Zahnarzthelferin muss man sich sehr konzentrieren“. Die Arbeitgeber schätzten die Qualitäten der Schüler des FEG: Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Ehrlichkeit und schnelle Lernfähigkeit.

Viele Arbeitgeber fanden unseren Aktionstag für unsere Partnerschule in Äthiopien gut, weil gezielt ein dem FEG bekanntes Projekt unterstützt wird. Wir bedanken uns herzlich bei den Arbeitgebern für den großzügigen Lohn und bei den Klassen 9 für ihr Engagement für unser Sozialprojekt.

C. Kienle

Für Jobangebote: Ansprechpartnerin am FEG: Cordula Kienle c.kienle@feg-sandhausen.de

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten für die German Church School (GCS) sind auf der Internet-Seite des Hilfsvereins Melkam-Edil zu finden: www.melkam-edil.de

oder e-mail: info@melkam-edil.de (Achtung: Bindestrich beachten!)