Austausch 2011/2012  

Reisetagebuch vom Aufenthalt in Lège - Cap Ferret vom 09. bis zum 16. Mai 2012


Mittwoch, 09. Mai

Die Hinfahrt

Am 9.05.12 um 7.54 Uhr stiegen wir in die S-Bahn am Bahnhof St.Ilgen/Sandhausen ein und traten unsere lange Reise an. Die erste Aufregung gab es in Appenweier, dort mussten wir 1h warten!!!! Nachdem wir vergeblich an diesem gottverlassenen Ort nach einem Kiosk Ausschau gehalten hatten, merkten wir dank Fr. Galls "Umweltbewusstsein", dass wir am falschen Gleis waren. Im Regen rannten wir 500m mit teilweise sehr schweren Koffern Treppen rauf und runter, an mehreren Äckern entlang und über Brücken zu dem Gleis, das mitten zwischen Feldern lag. Gerade noch rechtzeitig konnten wir in den Zug nach Straßburg einsteigen. In Straßburg gab es glücklicherweise einen Mc'Donalds. Ab Straßburg nahmen wir den TGV bis Bordeaux. Die Fahrt dauerte 7 Stunden, in denen wir viele Süßigkeiten und anderes Knabberzeugs aßen. Als wir gegen 19.00h in Bordeaux ankamen, schlug uns die Hitze entgegen. Wir fuhren mit dem Regionalzug weiter nach Facture/Biganos, wo wir sehr herzlich von unseren Gastfamilien empfangen wurden. Wir waren gespannt, was uns in dieser Woche alles erwarten würde.




Donnerstag, 10. Mai

Dune du Pyla

Gegen 9:00 Uhr haben wir unseren ersten Ausflug am "Collège" gestartet. Zusammen mit einigen französischen Partnerschülern sind wir mit dem Bus zur "Dune du Pyla" am Atlantik gefahren. Nach einer Stunde Fahrt haben wir die Düne gemeinsam mit Frau Gall, Frau Schmeckenbecher und Monsieur Dugenet bei wolkenlosem Himmel und sommerlichem Wetter bestiegen. Oben angekommen dachte man, man sei in einer Sandwüste. Es war sehr windig und man hatte einen fantastischen Blick auf den Atlantik und die Halbinsel Cap-Ferret. Die meisten nahmen statt den Treppen den direkten Weg durch den Sand nach oben. Dies war sehr anstrengend, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht. Anschließend gingen wir zurück zum Bus und fuhren zu einem Picknickplatz am Meer. Nachmittags fuhren wir noch zum Shoppen nach Arcachon. Unser erster Tag war sehr schön, aber auch anstrengend.


Freitag, 11. Mai

Bordeaux

An diesem Tag machten wir, nachdem wir in der 1. Stunde Unterricht gehabt hatten, einen Ausflug in die Großstadt Bordeaux (ca. 250 000 Einwohner).

Nach 1h Busfahrt kamen wir dort an. Monsieur Dugenet, der Deutschlehrer unserer französischen Austauschpartner, zeigte uns die geschichtlich wichtigsten und schönsten Gebäude und erzählte uns hierzu eine Menge. Er erklärte uns zum Beispiel eine Kirche namens Sainte Croix, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Sie ist ein Haltepunkt auf dem Jakobsweg und deshalb befindet sich dort auch das Symbol der Pilgerreise nach Santiago de Compostela, eine Muschel. Viele Pilger kamen und kommen immer noch hier vorbei.

Unser Spaziergang führte uns danach zum Ufer der Garonne.

Für uns Schüler war das Highlight von Bordeaux der Miroir d’eau auf der Flusspromenade , ein Brunnen, in dessen Wassernebel wir uns erfrischt haben. Einige von uns wurden von oben bis unten nass, was aber allen nur Spaß gemacht hat, da wir an diesem Tag wunderschönes Wetter mit Temperaturen über 30°C hatten.

Danach haben wir uns in der fast 5 km langen Fußgängerzone, der Rue Sainte-Cathérine, beim Shoppen ausgetobt.


Montag, 14. Mai

Roquetaillade

Bei strahlendem Wetter sind wir mit dem Bus losgefahren. Wir sind die Garonne entlang gefahren und haben südlich von Bordeaux das Schloss 'Roquetaillade' besichtigt.

Die Familie de la Mothe besitzt und bewohnt das Schloss seit über 700 Jahren. Es wurde von dem berühmten Architekten Viollet le Duc aufwändig restauriert. Im wunderschönen Park des Schlosses haben wir gepicknickt und danach haben wir uns die Meierei am Schloss (einen Bauernhof) angeschaut, die zu einer Art Heimatmuseum umgebaut worden ist. Der Bauernhof zeigt, wie die Bauern um 1850 gelebt haben. Besonders gefallen haben uns die vielen Tiere, vor allem die Esel, die man streicheln konnte.


Dienstag, 15. Mai

L´Herbe und Andernos

Zuerst hatten wir eine Stunde Unterricht mit unseren Austauschschülern.

Anschließend besichtigten wir das Fischerdorf L’Herbe am Bassin d´Arcachon. Es regnete leicht und es war auch ziemlich kühl an diesem Morgen.

L´Herbe ist berühmt für seine Austern und die vielen alten Fischerhäuschen, von denen fast alle als Ferienhäuser benutzt werden. Da am Strand keine neuen Häuschen mehr gebaut werden dürfen, sind die noch erhaltenen sehr teuer. Die meisten Schüler haben – mehr oder weniger freiwillig –  Austern probiert, die ein Fischer mit dem Messer für uns öffnete.        

Ein auffälliges Gebäude in dem Dorf ist die  Kapelle, die den Namen „Sainte-Marie du Cap“ trägt.

Später fuhren wir weiter zur Spitze der Halbinsel (la Pointe du Cap), um am Strand zu faulenzen und unseren Proviant zu verzehren. Leider durften wir aufgrund der gefährlichen Strömungen nicht ins Meer.

Am Nachmittag fuhren wir nach Andernos, der Partnerstadt von Nußloch, um zu shoppen, Souvenirs zu kaufen oder „macarons“ zu probieren.

Die Geschäfte waren sehr schön und lagen direkt am Bassin.

Als Abschluss machten wir noch ein Gruppenfoto und fuhren zurück zu unseren Austauschschülern, mit denen wir gemeinsam unseren letzten Abend in Lège verbrachten.


Mittwoch, 16. Mai

Die Rückfahrt

Der Morgen am Tag der Rückfahrt verlief wie gewohnt:

Wir nahmen am Unterricht teil. Doch um 11 Uhr gingen alle deutschen und französichen Schüler zum Rathaus und wurden vom Bürgermeister, Herrn Samarcelli, herzlich empfangen. Auf dem Rathausvorplatz stellten wir uns für ein Gruppenfoto auf. Danach bekamen wir Cola, Fanta und Knabberzeug.

Anschließend fuhren wir mit unseren Austauschpartnern zum Mittagessen in den Gastfamilien. Um 15 Uhr trafen alle Schüler und Eltern am Bahnhof von Facture ein. Der Abschied fiel den Franzosen und Deutschen sehr schwer, es gab viele Tränen, Umarmungen und Küsschen. Nach dem Abschied stiegen wir Deutschen traurig in den Zug ein. Nach einer halben Stunde Fahrt wechselten wir den Zug und fuhren ab Bordeaux mit dem TGV nach Straßburg. Auf der Rückfahrt verflog die schlechte Laune und alle freuten sich auf zu Hause.