Sozialprojekt Äthiopien 2015  

Berichte aus Äthiopien - live!

Hier können Sie mitverfolgen, was die Gruppe des Sozialpraktikums erlebt. Geschrieben von Hilmar Kröger und Barbara Reske.

Die Berichte der Schülerinnen und Schüler können Sie hier als PDF ansehen.


Sonntag, 22.3.15

Heute lassen wir es ruhig angehen, sehen uns auf dem Mount Entoto die Felsenkirche an. Außerdem gibt es eine Rundkirche mit sagenhaften Wandbemalungen aus dem Jahre 1835.

Nach dem Mittagessen kaufen wir Kaffee bei Tomoka – sehr gut!


Freitag, 20.3.15 und Samstag, 21.3.15

Wir fahren um 7 Uhr morgens gemeinsam mit Ato Johannes und Ato Merdessa sowie den äthiopischen Schülern zum Wenchi Krater und testen dabei die Psistenfähigkeit unseres Reisebusses.

Am Krater angekommen geht es bergab durch immer wieder wechselnde Landschaften: Gebirgswege, grüne Täler mit Mühlen, schließlich gelangen wir zum See, an dem wir Rast machen. Danach setzen wir mit einem Boot zu einer Insel über, auf der sich eine Kirche befindet. Nachdem wir den zweiten Abschnitt per Boot an das andere Ufer absolviert haben, geht es wieder bergauf. Bei leichtem Regen erreichen wir wieder den Bus. Abendessen und Übernachtung im Hotel.


Am Samstag geht es baden: In Ambo gibt es ein Schwimmbad mit Naturwasser (leicht salzig und sehr mineralienhaltig), schließlich befindet sich in Ambo eine der wichtigsten Quellen für Mineral(trink-)wasser! Auch das Mittagessen nehmen wir hier ein.

Zurück in Martin's Cozy place freuen wir uns, zwei ereignisreiche Tage verlebt zu haben!

am Wenchi-Crater

Donnerstag, 19.3.15

Die Stadtrallye beginnt um 9 Uhr nach Einweisung durch Artur Medessa und Pfarrer Jacobi.
Die drei gemischten Gruppen bekommen einen Fragebogen, Startgeld und ansonsten alle Freiheiten der Welt. Bahnhof, Krankenhaus, Recyclinghof, Nationalgrab des Kaisers ... von allem etwas und sehr interessant!

Schön ist auch zu sehen, wie unterschiedlich die Gruppen die Herausforderungen angegangen sind; das fängt schon bei der Beschaffung von Fortbewegungsmitteln an, geht über die Essensfrage bis hin zu Situationen, in denen der eine sich wohlfühlt, der andere dieselbe Situation aber als beeinträchtigend empfindet...

Am Ende sind alle wohlbehalten wieder zurück in der German Church School und es findet eine fruchtbare Nachbetrachtung statt.

Morgen geht es aus der Stadt raus nach Ambo und zum Wenchi (auch: Wonchi) Crater.


Mittwoch, 18.3.15

Good Morning!
Heute geht es zunächst wieder in die Projekte, um 12.15 Uhr dann gemeinsame Fahrt zur deutschen Botschaftsschule, wo wir durch den stellvertretenden Schulleiter empfangen werden und Mittagessen bekommen: Schnitzel mit Bratkartoffeln, Injerra oder Kaiserschmarrn!
Ein gemeinsames Fußballspiel findet statt, hier kennt jeder Taxifahrer Klinsmann und Ballack!

Die deutsche Botschaft empfängt uns und wir erfahren über deutsche Entwicklungspolitik, die nach wie vor unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" steht, auch wenn die meisten Projekte derzeit in chinesischer Hand sind.

Das Tennisspiel bei unserem Freund Tariku ist eines der Highlights des heutigen Tages. Abschluss mit einem gemeinsamen Essen.

Morgen: Stadtrallye - yeah!

Addis goes Tennis
Dream Team

Dienstag, 17.3.15

Morgens: wieder gehen alle in ihre Praktikumsstellen. Beim Praktikum gibt es keine Klagen, eine Gruppe hat den zu betreuenden Kindern in Ermangelung der Fähigkeit, sich die langen Namen merken zu können, analog der wahrgenommenen Verhaltensweisen fantasievolle Namen wir 'der Rote', der 'Grobmotoriker' etc. gegeben. Vielleicht ist es gut, dass nicht alles zu verstehen ist.

Eindeutig zweigeteilt war heute der Nachmittag: bereits um 13.30 Uhr treffen wir uns, um den Workshop "Lederarmbänder und Perlenketten" zu gelangen, der erfolgreich und mit viel Spaß am Detail erlebt wurde.
Je nach Geschicklichkeit und Betreuung kamen unterschiedliche Ergebnisse und Kommentare dabei heraus... Von 'sehr schlecht ' oder so ähnlich bis 'gut'.  Auf alle Fälle haben alle Teilnehmer ein eigenes Produkt hergestellt.

Eine andere Gruppe fährt zusammen mit Pfarrer Jacobi ca. 20 km außerhalb, um eine Tochtergemeinde zu besuchen; diese musste erleben, dass ihre Kirche aufgrund von Straßenbauarbeiten einfach abgerissen wurde. Es wurde eine neue Kirche errichtet, allerdings besteht diese aus einfachen Materialien.

Das Essen war wie bisher immer gut und überwiegend selbstbestimmt.
Gesundheit ist allgemein vorhanden. An Schlaf mangelt es manchen. Ironie gibt es ebenso reichlich wie Sonne.

Morgen sollte keiner kurze Hosen tragen. Einige wollen Tennis spielen, zwei essen Kaiserschmarrn.

Dies ist die Kirche, die einer Straße zum Opfer fiel
Gruppenbild am Altar der neuen Kirche
Ein Bauernhof aus "biblischen Zeiten"
Hier wird die Spreu vom Korn getrennt

Montag, 16.3.15

Morgens: Abfahrt zu den Praktikumsstellen- jeder hat das, was er wollte. Gut informiert durch Ato Yohannes wurden wir an allen drei Plätzen freundlich empfangen und durch die Institution geführt. Bei der ersten Stelle waren zunächst noch alle sieben SchülerIn dabei, danach nur noch vier, etc. wir haben uns relativ rasch von den jeweiligen Praktikumsstellen verabschiedet, um so zügig zur nächsten zu gelangen. Alle Schüler waren gespannt auf ihre Stelle. Soviel scheint deutlich: zunächst sind alle zufrieden.

Einige aus der Gruppe wurden heute beim Abendessen gefüttert- keineswegs ist dies als Rückfall in jüngere Entwicklungsstadien zu sehen, sondern als Geste sehr hoher Freundschaft im Yod Abessinia, wohin wir zum Abendessen bei Musik und Tanz eingeladen wurden.
War prima.


Sonntag, 15.3.15

Wir stellen uns im Rahmen des Gottesdienstes bei der German Church vor und werden anschließend nett empfangen. Hier ein Video, das die Stimmung gut wiederzugeben versteht.


Freitag, 13.3.15 und Samstag, 14.3.15

Reisetag(e)

Wir treffen uns um 16 Uhr am S-Bahnhof Sandhausen, kommen gegen 18 Uhr am Flughafen in Frankfurt an und erledigen problemlos die Formalitäten; der Flug geht um 21:35 Uhr los, wir landen um 6:20 Uhr pünktlich in Addis (7 Stunden Flug, 2 Stunden Zeitverschiebung). Am Flughafen wurden wir mit einem Minibus eines Freundes abgeholt - das hat Mühe und Kosten gespart.
Wir mussten ein wenig auf die Zimmer warten und einige waren schon sehr müde. Gegen Mittag haben wir Geld getauscht, die Unterkunft bezahlt und waren dann Essen. Rund 30 Cent für ein Cola hat froh gestimmt und das Riesenglas frisch gepressten Saftes gut geschmeckt. Mit den Bus waren wir anschließend unterwegs und gegen Abend haben wir uns getrennt:einige ins Hotel, drei zur Absprache eines Kunstworkshops bei Salam... Findet sich im Netz.
Es ist still heute Abend. Die meisten wollen nicht zu spät schlafen.
Alle der Wahrnehmung nach sind gesund.